deontologische Ethik
erzeugt:2016-11-08
letzte Änderung:2016-11-08

Ist eine Ethik „deonotologisch“, wird der moralische Wert einer Handlung nach dem inneren sittlichen Wert der ihnen zugrundeliegenden Motive beurteilt, die als Selbstzweck gehandelt werden. Ein Problem dieser Denkweise wird deutlich, wenn die Konsequenzen einer Handlung schlecht sind, auch wenn ihre Motivation selber moralisch richtig ist.

Ein prominentes Beispiel dazu liefert Immanuel Kant, der meint dass man niemals lügen darf, auch wenn man weiß, dass eine wahrheitsgemäße Auskunft etwa einem Unschuldigen womöglich das Leben kosten wird.1

Eine deontologische Ethik geht also von sittlichen Grundwerten aus ungeachtet deren Konsequenzen, und steht damit im diametralen Gegensatz zum Utilitarismus.


1: Siehe dazu Kants Werk ➚Über ein vermeintes Recht, aus Menschenliebe zu lügen.