Mahatma Gandhi
erzeugt:2016-11-08
letzte Änderung:2016-11-08

Mahatma Gandhi, die „große Seele“ Indiens, gilt als der Vorzeigevegetarier schlechthin und mitunter sogar als Stereotyp des guten Menschen, eine Reputation, die er sich durch die Art und Weise, wie er Indien aus der Fremdherrschaft in die Unabhängigkeit führte, verdient hat; so war er ein Pazifist, Sozialreformer,2 und sprach sich, diesbezogene überkommenene hinduistische Traditionen kritisch betrachtend, für eine Emanzipation der Frau aus.1

Er war allerdings ebenfalls ein Vertreter einer geradezu rigiden, katholischen Einstellungen nicht unähnlichen Sexualmoral,3 und durchaus rassistisch eingestellt, so bezeichnete er dunkelhäutige Menschen als „Kaffern“, sah auf sie als unkultivierte „Wilde“ herab und erachtete sie ganz sicher nicht als gleichwertig zu den hellhäutigen Europäern oder den Mitgliedern der höheren indischen Kasten.4

Gandhi war damit typisches Mitglied der Brahmanen-Kaste, der höchsten Kaste der Hindu-Gesellschaft, deren gesellschaftliche Tradition das Stellen von Priestern, Weisen und Gelehrten ist, was ihn auch zum Vegetarier machte, der zu den Speisevorschriften seiner Religion gehört.


1, 3: ➚www.gandhi-manibhavan.org/activities/ess…

2: Siehe dazu etwa ➚www.mkgandhi.org

4: ➚www.minoritiesofindia.org/gandhi-spreads…