„Tiere haben Rechte!“
erzeugt:2016-11-08
letzte Änderung:2016-11-08

Analog zu Rassismus und Sexismus sei es so, dass die „Herrschaft“ von uns Menschen über Tiere nur ideologischer Natur sei, und es gar keine faktische Grundlage dafür gäbe, dass wir Tiere essen und Tierprodukte verwenden. Mit anderen Worten: Es ist Willkür.

Doch sind ideologische Werte kulturell bedingt, sie können verändert oder abgeschafft werden, ohne dazu in die Biologie eingreifen zu müssen.

Der Umstand, dass Menschen Allesfresser sind, steht aber nicht auf kulturellen, sondern auf biologischen, d.i. natürlichen Grundlagen, so ist beispielsweise möglich, einen König durch eine Königin zu ersetzen, dass Männer schwanger werden, ist es nicht.

Der grundlegende Denkfehler hier besteht also darin, den Unterschied zwischen Natur und Kultur nicht zu verstehen, weitere Probleme ergeben sich aus den Folgen des Wunsches, Menschen und Tiere auf dieselbe rechtliche Basis stellen zu wollen:

Argumentiert man, dass Tieren genauso Rechte wie etwa Behinderten oder Kindern zustehen, obwohl sie diese nicht verstehen bzw. anderen zugestehen können, übersieht man, dass sie [Behinderte und Kinder] anderen Menschen diese Rechte nicht nehmen dürfen: Auch ein geistig Behinderter wird eingesperrt, wenn er jemanden anderen töten will.

Der Begriff des Rechts ist also ein rein menschliches Konstrukt, das System der Rechte dient dazu, unser Zusammenleben zu regeln. Sie haben mit etwas, was man durchaus als „Naturgesetze“ bezeichnen kann, von ihrer Herkunft her nichts gemeinsam, auf die menschliche Gesellschaft sind solche Prinzipien nicht anwendbar, und auch nicht humanitäre Prinzipien auf die Natur.